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Löffelstrandläufer

Küstengebiete Asiens

Lässt sich das Aussterben des Löffelstrandläufers verhindern?

Mit diesem länderübergreifenden Projekt möchten wir den Ursachen für den drastischen Bestandsrückgang des in Sibirien brütenden und bis nach Indien ziehenden Löffelstrandläufers (Eurynorhynchus pygmeus) auf den Grund gehen und uns für dessen Überleben einsetzen. 

Hintergrund

Dieser charismatische Watvogel mit seinem löffelförmigen Schnabel steht kurz vor dem Aussterben und wurde 2008 von BirdLife International in der roten Liste als global „vom Aussterben bedroht“ hochgestuft. Der Bestand ist seit den 1970ern um gut 80 % geschrumpft auf heute nur noch geschätzte 200-300 Paare.

Seit 2000 dokumentiert Dr. Christoph Zöckler, Löffelstrandläufer Experte der ersten Stunde und seit 2004 Mitarbeiter unserer Stiftung, in internationalen Teams den dramatischen Rückgang der Brutpaare in Sibirien. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die rasanten Veränderungen und Entwicklungen an den Küsten Chinas, Koreas und Japans maßgeblich zum Rückgang dieses Vogels – und auch anderer Watvogelarten – beigetragen haben. Doch viele der potentiellen Bedrohungen des Löffelstrandläufers müssen noch identifiziert werden. Dazu ist noch weitere Ursachenforschung erforderlich, besonders auf der Zugroute und im Überwinterungsgebiet, die u. a. durch das Engagement unserer Stiftung zügig weiter betrieben wird. Parallel helfen wir bereits in Myanmar und neuerdings China, erste Schutzmaßnahmen einzuleiten.

Ein Aktionshilfe-Programm, das von uns zusammen mit unserem russischen Partner Birds Russia koordiniert wird, bezieht die Schutzmaßnahmen aller 12 Anliegerstaaten mit ein. Übergeordnetes Ziel ist die Bewahrung und etwaige Wiederinstandsetzung asiatischer Küstenregionen für den nachhaltigen Schutz vieler Vogelarten, die auf diese Habitate angewiesen sind. 

Der Löffelstrandläufer ist ein wichtiger Indikator für den Zustand dieser Küstenökosysteme, und darüber hinaus eine charismatische Art, die inzwischen zu einer länderübergreifenden Naturschutzarbeit führt.

Erfolge

Neben kleinen lokalen Schutzaktivitäten durch Sensibilisierung der Bevölkerung gegen den Vogelfang (Bangladesh, Myanmar) und der Umweltbildung in Schulen (China) haben wir mit einem eigenen Büro in Shanghai eine Kampagne gestartet, die sich gegen die geplante Eindeichung einer der größten und artenreichsten entdeckten Wattflächen auf der Zugroute des Löffelstrandläufers richtet. Diese führte zu einem großen Erfolg:

Juli 2018: Erfolg in China - Wichtiges Schutzziel für den extrem gefährdeten Löffelstrandläufer erreicht.

Folgeaktivitäten

Wir sind über das entdeckte Hauptüberwinterungsgebiet des Löffelstrandläufers in Myanmar auf wertvollste Küstenfeuchtgebiete und den Ayeyarwady-Fluss gestoßen. Für diese artenreichen Ökosysteme müssen langfristige Schutzkonzepte erarbeitet und politisch umgesetzt werden, die uns mit dem  Regimewechsel im Jahr 2011 realisierbar erschienen. Seitdem ist unsere Stiftung in verschiedenen Projekten und mit unterschiedlichen Partnern in Myanmar aktiv.

Unsere Projektaktivitäten und Kooperationen im Einzelnen


2004-2007: Die Suche nach dem Überwinterungsgebiet

Internationale Kooperationen


Weitere Informationen

Newsletter der "Spoonbilled-Sandpiper Task Force" (auf Englisch)
Oktober 2019 [4,8 MB]
Mai 2019 [8,66 MB]
November 2018 [6 MB]
März 2018 [4,9 MB]
April 2017 [4,76 MB]
Oktober 2016 [1,61 MB]
April 2016 [1,55 MB]

Presseartikel
Oktober 2018 "Eiertanz" im Schutz um den Löffelstrandläufer"
Januar 2018 Neue Schutzgebiete
September 2016 Winterrekorde  

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